Professionelle Digitale Kameras und Jenoptik
Eine lange Tradition
Die JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH wurde im Jahre 1995 gegründet und ist eine 100%-Tochter der JENOPTIK AG aus Jena, Deutschland. In den Feldern Lasertechnologie, Optik und Sensorsysteme, entwickelt, produziert und vertreibt die Firma Laserstrahlquellen, optische Komponenten, Module und Systemlösungen genauso wie Technologien, die für präzise Messungen, Imaging, Strukturierung und Analyse einer Vielzahl von Materialien angewendet werden. Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Nutzung aktueller Technologien und deren kundenorientierten Anwendung.
Professionelle digitale Kameras haben eine lange und erfolgreiche Tradition bei JENOPTIK. Dies wird manchmal nicht auf den ersten Blick deutlich, da viele Produkte "Made by JENOPTIK" als OEM Komponenten in anderen Produkten erscheinen - mit anderen Worten darf man sich gern “JENOPTIK inside” vorstellen.
Während des letzten Jahrzehnts produzierte das ehemalige VEB Kombinat Carl ZEISS Jena, nach der deutschen Wiedervereinigung JENOPTIK, vielfältige Imaging Systeme für Weltraummissionen sowie industrielle Anwendungen. Insbesondere die Weltraumanwendungen stellten höchste Anforderungen an die technologischen Bedingungen der Produktionsanlagen. Reinräume, Präzisionswerkzeuge und hochqualifizierte Mitarbeiter bildeten die Voraussetzung für die Herstellung hochzuverlässiger Kameras, ausgestattet mit modernster Elektronik und Steuerungsssoftware zur Nutzung im Weltall, dar. Unter diesen befanden sich Multi-Spectral Kameras, eingesetzt in Sojus, Salut und MIR Missionen oder das ASTRO Projekt, ein opto-elektronischer Sternensensor zur Ausrichtung von Weltraumstationen im interplanetaren Raum. Für industrielle Anwendungen, Luftbildfotografie und militärische Zwecke erfolgte die Herstellung verschiedener Kamerasysteme vom Large-Field Scanner über Messkameras bis hin zu spektralen Imaging-Einheiten.
Die Fertigungsstätten der JENOPTIK stellten beste Voraussetzungen für die Entwicklung der ersten ProgRes® Mikroskopkameras im Jahr 1990 dar – vorgestellt durch Kontron Elektronik in Eching, nahe München.
ProgRes® und Microscanning

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Die Modelle der sehr erfolgreichen ProgRes™ 3000 Serie waren die ersten Kameras am Markt, welche das Prinzip des "Microscanning", auch bekannt als „Pixel Shifting“, nutzten. Der Bildsensor einer solchen Kamera kann durch piezoelektrische Aktuatoren in sub-Mikrometer Schritten bewegt werden. Unter Verwendung dieser Technik wird durch den CCD-Flächensensor, ähnlich einem Linienscanner, die Bildebene, bspw. in einem Mikroskop, "abgescannt". Die eingezogenen Bilder werden im Anschluss daran zu einem Bild zusammengesetzt, welches über eine maßgeblich höhere räumliche und Farbauflösung verfügt.
Das Prinzip des "Microscanning" beruht auf dem Einsatz von Piezoelementen und einem Flächensensor (zum Beispiel einem CCD-Sensor). Zur Erhöhung der Auflösung und Vermeidung von Farb-Moiré wird das Objekt "abgescannt".
ProgRes® steht dabei für Programmable Resolution (Programmierbare Auflösung): Die durch "Microscanning" erreichbaren höheren digitalen Bildauflösungen eignen sich besser für professionelle Ausdrucke.
So nahm beispielsweise bereits die ProgRes™ 3012 Bilder mit bis zu 4608x3480 Pixel in echten, nicht-interpolierten RGB-Farben auf - ein unfassbar goßes Bild für eine kommerziell verfügbare digitale Kamera gleich zu Beginn des Zeitalters der digitalen Fotografie. Dies ist ein Grund weshalb die ProgRes™ 3012 so populär war, und zwar nicht nur für Mikroskopanwendungen, sondern auch für die Bildarchivierung und Dokumentation in Museen und anderen Institutionen, genauso wie für kommerzielle Applikationen wie die professionelle Studio-Fotografie oder die Druckvorstufe.
Die Geburt von Eyelike™

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Die Popularität der ProgRes™ 3012‘s unter Fotografen in den 1990er Jahren und zu Beginn des Zeitalters der digitalen Fotografie legte den Grundstein für eine neue Serie von digitalen Kameras von JENOPTIK: das digitale Kamerasystem Eyelike™ war geboren. Diese Kameraserie, zugeschnitten auf kommerzielle Fotografie, wendete das "Microscanning" in Verbindung mit großen full-frame CCD Sensoren an.
Die Eyelike™ DCS, Markteinführung im Jahr 1996, basierte auf einem 4 Megapixel CCD und einem mechanischen Shutter-Rad und wurde als digitaler Ersatz für den bis dahin verwendeten Film in Sucherkameras entwickelt. Diese einzigartige Kamera wurde zu einem der produktivsten Arbeitsmittel in vielen kommerziellen Fotostudios. Diese einmalige Video-Vorschau erlaubte dem Fotografen die volle Kontrolle über alle Kameraeinstellungen in einer Live-Vorschau.
Größer, besser, schneller - kleiner: als konsequente Weiterentwicklung wurde die Eyelike™ Technologie in ein kleines "digitales back" integriert, das anstelle der Filmkassette an eine Mittelformatkamera angesetzt wurde. Die Eyelike™ MF, vorgestellt auf der Photokina 1998, nutzte den Verschluss der Mittelformatkamera für den großen full-frame CCD-Sensor mit 6 Millionen Pixel. Die 2002 eingeführte Eyelike™ precision Serie ersetzte nicht nur den Lichtwellenleiter durch die IEEE1394a Firewire Schnittstelle, es wurden auch Sensoren mit
einer Basisauflösung von bis zu 22 Millionen Pixel verwendet, sodass Bilder bis zu 352 Megapixel generiert wurden.
1997 wurde die Imaging Gruppe der Kontron Elektronik geteilt, und die Kameragruppe wurde von der JENOPTIK übernommen. Damit wurde Entwicklung, Marketing und Vertrieb unter einem Dach vereint. Imaging Systeme gehört seitdem zum Geschäftsbereich Sensorsysteme der JENOPTIK Laser, Optik, Systeme GmbH.
Die ProgRes® C-Serie
Im Jahr 2001 startete JENOPTIK die digitale Mikroskopkamera ProgRes™ C14 als Nachfolger der erfolgreichen ProgRes™ 3000 Serie. Die ProgRes™ C14 wurde mit Microscanning, Peltierkühlung und der IEEE1394a FireWire Schnittstelle am Markt eingeführt.
Sehr bald wurde die Kamera für vielfältige Anwendungen in der wissenschaftlichen Mikroskopie bekannt, erlangte Reputation vor allem wegen der echten Farbwiedergabe und der überragenden Bildqualität mit bis zu 12 Megapixel Auflösung. Die besondere Form des Kameragehäuses, eine Reminiszenz an ein historisches aufrechtes Mikroskop, wird zur charakteristischen Eigenschaft dieser Kameraserie. Auch vermarktet LEICA Microsystems diese Kamera unter dem Label DC500. In den folgenden Jahren wird die ProgRes™ C Serie um die Modelle C12 und C10 erweitert. Zum Einsatz kommen hochauflösende CCD Sensoren, welche ein breites Anwendungsfeld in wissenschaftlichen und auch industriellen Applikationen, mikro- als auch makroskopisch, eröffnen. 2004 erfolgt die Überarbeitung der ProgRes™ C10 zur ProgRes® C10plus, welche seit Anfang 2007 unter dem neuen Namen ProgRes® C3 verfügbar ist. Im gleichen Jahr wird auch die neue CMOS-basierte ProgRes® CT3 in den Markt eingeführt.
Umzug von Eching nach Jena
Das Kompetenzzentrum "Digital Imaging"
Zum 1. April 2003 konzentriert die JENOPTIK ihren Bereich „Digital Imaging“ am Standort Jena und bindet damit das für sie wichtige Geschäftsfeld enger an die hier bestehenden Entwicklungs- und Vertriebskapazitäten. Forschung und Entwicklung, Marketing, Vertrieb, Kundendienst und Produktion der hochauflösenden Kamerasysteme für die wissenschaftliche und professionelle Fotografie werden direkt am Stammsitz des Unternehmens in Jena angesiedelt und zu einem Kompetenzcenter integriert. Marketing, Vertrieb und der Produktsupport für die digitalen Kameras der Produktfamilie „Eyelike™“ und „ProgRes®“ waren bisher am Standort Eching bei München angesiedelt.
Alle Produktentwicklungsstufen von der in-house Elektronikentwicklung, der Softwareprogrammierung und der opto-mechanischen Konstruktion bis zur flexiblen Produktion der hochpräzisen Komponenten griffen nun optimal ineinander. So konnten beispielsweise ab diesem Zeitpunkt die Fertigung kritische Teile in einem Reinraum der Klasse 1000 untergebracht werden.
Das technologische Know-how in Lasertechnologie, Optik, präzise Konstruktionen und die Erfahrung aus industriellen Applikationen erlauben so die Produktion komplexer Prototypen, Kleinserien oder auch Serien mit bis zu 100.000 Einheiten pro Jahr. So ist die JENOPTIK darauf vorbereitet sich verschiedensten Wünschen von Vertriebs- und OEM-Kunden schnell anzupassen.
In Ergänzung der ohnehin fortschreitenden Erweiterung der Produktpallette hochauflösender digitaler Kameras für wissenschaftliche, industrielle und kommerzielle Anwendungen, wurden zusätzlich zu den Produkten ProgRes® and Eyelike™ die Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Kameramodule für OEM-Anwendungen konzentriert vorangetrieben. So standen auch ab 2003 maßgeschneiderte hochauflösende Kameramodule für Systempartner aus Automatisierung, Biotechnologie, Medizin und vielen anderen Branchen zur Verfügung.
ProgRes® Entwicklungen im Überblick
| 1970er |
Entwicklung der JENOPTIK Multi-Spektral Kameras für den Einsatz in Weltraummissionen. Entwicklung einer Vielzahl von Spezial-Kameras. |
| 1980er |
Kontron Elektronik stellt die ProgRes™ 3000 Serie mit Microscanning, gefertigt durch JENOPTIK (1989), vor. |
| 1990er |
Stereokamera für die russische Marsmission 1994. Diverse digitale Kameras für industrielle Applikationen (Thermografie, Messkameras). JENOPTIK übernimmt die Digital Imaging Gruppe von Kontron Elektronik. |
| 2000 |
Markteinführung der ProgRes™ C14. |
| 2002 |
Markteinführung der ProgRes™ C12 und ProgRes™ C10. |
| 2004 |
Markteinführung der ProgRes® C10plus und ProgRes™ STAR. Start der ersten Stand-Alone Bildaufnahmesoftware ProgRes® CaptureBasic. |
| 2005 |
Markteinführung der ProgRes® C14plus für High-end Anwendungen mit Echtfarbwiedergabe. Erweiterung der ProgRes® Familie durch schnelle, empfindliche monochrome Kameras (ProgRes® MF Serie) und Farb-Forschungs-Kameras (ProgRes® CF – Serie). |
| 2006 |
Markteinführung der ersten Version der Stand-Alone Bildaufnahmesoftware ProgRes® CapturePro für WIN und MAC Betriebssysteme mit einer Vielzahl interessanter Funktionalitäten und Messwerkzeugen. |
| 2007 |
Neuer Marktauftritt der ProgRes®-Reihe mit den umbenannten Kameras ProgRes® C3 und ProgRes® C5. Die neue, CMOS-basierte, ProgRes® CT3 wird in den Markt eingeführt.
Neue Produkte werden folgen… |